
Die kurze Antwort: Wer heizt, wintert gar nicht ein. Wer nur kühlt, braucht vier Handgriffe: trocknen lassen, Filter reinigen, Außengerät freiräumen, Anleitung zur Stromversorgung lesen. Das Trocknen ist der wichtigste davon, denn es verhindert den muffigen Geruch im Frühjahr.
Im Oktober stellt sich die Frage, was mit der Anlage über den Winter passiert. Die Antwort hängt davon ab, ob Ihr Gerät heizen kann oder nicht, und sie ist in beiden Fällen kürzer, als viele vermuten.
Wenn Sie mit der Anlage heizen
Dann gibt es kein Einwintern. Das Gerät läuft weiter, nur in umgekehrter Richtung. Sinnvoll ist trotzdem ein kurzer Herbst-Check: Filter reinigen, Außengerät von Laub befreien und prüfen, ob der Kondensatablauf am Außengerät frei ist.
Letzteres ist der Punkt, den viele übersehen. Im Heizbetrieb fällt das Kondenswasser draußen an, nicht drinnen. Läuft es auf einen Gehweg, haben Sie bei Frost eine Eisfläche. Mehr dazu unter Standort des Außengeräts.
Wenn Sie nur kühlen
Dann sind es vier Handgriffe, und sie sind in einer halben Stunde erledigt.
Erstens trocknen lassen. Lassen Sie das Gerät ein letztes Mal zehn bis fünfzehn Minuten im reinen Lüftermodus laufen, oder nutzen Sie den Trocknungslauf. Damit trocknet der Verdampfer, und Sie haben im Frühjahr keinen muffigen Geruch.
Zweitens Filter reinigen. Absaugen oder auswaschen, vollständig trocknen lassen, wieder einsetzen. Ein Filter mit Sommerstaub, der ein halbes Jahr feucht liegt, ist genau das Problem, das man vermeiden will.
Drittens Außengerät freiräumen. Laub und Gestrüpp entfernen, damit sich keine Feuchtigkeit dauerhaft an den Lamellen hält.
Viertens Stromversorgung überdenken. Manche Hersteller empfehlen, die Anlage am Netz zu lassen, weil eine Kurbelwannenheizung das Öl im Verdichter temperiert. Andere Modelle brauchen das nicht. Schauen Sie in die Bedienungsanleitung, statt pauschal abzuschalten.
Abdecken: ja oder nein?
Hier gehen die Meinungen auseinander, und das aus gutem Grund. Ein Außengerät ist für den Außenbereich gebaut, es muss nicht geschützt werden. Eine vollständige, dichte Abdeckung ist sogar schädlich, weil sich darunter Feuchtigkeit sammelt und nicht abtrocknet.
Sinnvoll kann eine Haube sein, die nur oben abdeckt und seitlich offen bleibt, etwa unter einem Baum mit starkem Laubfall oder an einer Stelle, an der Schnee vom Dach rutscht. Wichtig ist, dass Luft zirkulieren kann.
Wer die Anlage im Winter zum Heizen nutzt, darf ohnehin nichts abdecken.
Was im Frühjahr ansteht
Vor der ersten heißen Woche: Filter noch einmal prüfen, Außengerät freiräumen, Probelauf starten und schauen, ob Kondensat am Innengerät sauber abläuft. Wenn das Gerät dabei ungewohnte Geräusche macht oder schlechter kühlt als erinnert, ist Anfang Mai der richtige Zeitpunkt für den Fachbetrieb. Im Juli sind alle ausgebucht.
Der häufigste Fehler
Die Anlage im September einfach auszuschalten, ohne sie trocknen zu lassen. Der feuchte Verdampfer steht dann sechs Monate im Dunkeln, und im Mai riecht das Wohnzimmer nach Keller. Das ist die Ursache für den allermeisten Ärger mit Gerüchen, und sie lässt sich mit einer Viertelstunde Lüftermodus vollständig vermeiden. Ausführlich steht das unter Wenn die Klimaanlage muffig riecht.
Klima-Insider Redaktion
Recherchiert und geschrieben von der Klima-Insider-Redaktion. Wir verkaufen keine Geräte und montieren nichts, deshalb können wir auch schreiben, wann sich eine Anlage nicht lohnt. Wie wir arbeiten und wo unsere Grenzen liegen, steht in der Methodik und unter Über uns.
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