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Glossar

Die wichtigsten Begriffe

Von BTU bis SCOP: kurze, ehrliche Erklärungen der Begriffe, die Ihnen bei der Planung einer Klimaanlage begegnen. Wer direkt loslegen will, springt zum Rechner für die passende Größe.

Abtaubetrieb

Beim Heizen kann das Außengerät vereisen, weil es der kalten Luft Wärme entzieht. Die Anlage kehrt dann kurzzeitig den Kreislauf um, um das Eis abzutauen. In dieser Zeit heizt sie nicht, das ist normal und kein Defekt.

Außengerät

Der Teil der Anlage, der draußen hängt oder steht. Er enthält Verdichter und Ventilator und gibt die Wärme aus dem Raum an die Außenluft ab. Standort, Schallabstrahlung und Nachbarschaftsrecht sind hier die kritischen Punkte.

Bördeln

Das fachgerechte Aufweiten der Kupferleitung, damit die Verschraubung dicht wird. Eine schlechte Bördelung ist eine der häufigsten Ursachen für schleichenden Kältemittelverlust. Deshalb gehört das in Fachhände.

BTU (British Thermal Unit)

Eine angelsächsische Einheit für Wärmemenge, bei Klimageräten meist als BTU pro Stunde angegeben. Sie beschreibt dasselbe wie die Kühlleistung in Kilowatt, nur in anderer Einheit. Faustformel: 1 kW entspricht rund 3.412 BTU pro Stunde.

EER und COP

Momentanwerte der Effizienz: EER für das Kühlen, COP für das Heizen. Sie gelten nur für einen einzelnen Prüfpunkt. Für die Praxis sind die Saisonwerte SEER und SCOP aussagekräftiger, weil sie den Teillastbetrieb einbeziehen.

Energieeffizienzklasse

Das EU-Label von A+++ bis D, getrennt für Kühlen und Heizen. Es beruht auf SEER und SCOP. Ein gutes Label ist ein brauchbarer erster Filter, ersetzt aber nicht den Blick auf die konkreten Zahlen und die Klimazone, für die sie gelten.

F-Gase-Verordnung

EU-Regelwerk zum Umgang mit fluorierten Kältemitteln. Für Sie praktisch bedeutsam: Fest installierte Splitgeräte dürfen nur von zertifizierten Betrieben befüllt und in Betrieb genommen werden. Eigenmontage ist damit ausgeschlossen. Ausführlich in F-Gase-Verordnung einfach erklärt.

Innengerät

Das Gerät im Raum, meist als Wandgerät. Es enthält Wärmetauscher, Ventilator und Filter. Für Schlafräume ist der Schalldruckpegel in der niedrigsten Lüfterstufe das wichtigste Auswahlkriterium.

Inverter

Eine Regelung, die den Verdichter stufenlos in der Drehzahl anpasst, statt ihn nur ein- und auszuschalten. Das spart Strom, hält die Temperatur konstanter und ist bei heutigen Splitgeräten der Standard. Geräte ohne Inverter takten und sind im Betrieb teurer.

Kältemittel (R32, R290)

Das Medium, das die Wärme transportiert. R32 ist heute verbreitet und hat ein deutlich geringeres Treibhauspotenzial als das ältere R410A. R290 (Propan) hat ein nochmals deutlich geringeres Treibhauspotenzial, ist aber brennbar und stellt höhere Anforderungen an die Installation.

Kondensat

Das Wasser, das im Innengerät anfällt, weil die Luft beim Kühlen unter den Taupunkt abkühlt. Es muss zuverlässig abgeführt werden, mit Gefälle oder über eine Kondensatpumpe. Ein schlecht gelöster Ablauf ist eine typische Fehlerquelle.

Kühllast

Die Wärmemenge, die aus einem Raum abgeführt werden muss, damit die Wunschtemperatur gehalten wird. Sie hängt von Fläche, Ausrichtung, Deckenhöhe, Dämmung, Personen und Geräten ab. Der Rechner auf dieser Seite schätzt sie ab.

Monoblock

Ein Gerät, bei dem die gesamte Technik in einem Gehäuse sitzt, mobil mit Abluftschlauch oder fest als Durchwandgerät. Mobile Monoblöcke brauchen keine Fachmontage, sind aber im Betrieb deutlich ineffizienter als Splitgeräte. Der ausführliche Vergleich Split gegen mobil zeigt, wann sich welche Bauart lohnt.

Multisplit

Ein Außengerät versorgt mehrere Innengeräte in verschiedenen Räumen. Sinnvoll, wenn mehrere Räume gekühlt werden sollen und nur ein Platz für das Außengerät zur Verfügung steht. Teurer in Anschaffung und Planung als eine Single-Split-Anlage.

Nennleistung

Die Leistung unter genormten Prüfbedingungen. Sie ist ein Vergleichswert, keine Garantie für Ihren Raum: Bei extremer Hitze oder ungünstigem Aufstellort liegt die tatsächlich verfügbare Leistung darunter.

Schalldruckpegel

Angegeben in Dezibel, getrennt für Innen- und Außengerät und je Lüfterstufe. Achten Sie auf den Wert der niedrigsten Stufe, nicht auf den Durchschnitt. Für das Außengerät ist er zusätzlich für die Nachbarschaft relevant, dazu mehr unter Lärm und Nachbarn.

SCOP

Die Heizeffizienz über eine ganze Heizsaison. Je höher, desto weniger Strom je Kilowattstunde Wärme. Relevant, wenn Sie mit der Anlage auch heizen wollen. Der Wert gilt immer für eine bestimmte Klimazone, die dabeistehen sollte.

SEER

Die Kühleffizienz über eine ganze Kühlsaison, inklusive Teillast und Standby. Aussagekräftiger als der Momentanwert EER. Ein höherer SEER bedeutet niedrigere Stromkosten bei gleicher Kühlleistung.

Single-Split

Die klassische Aufteilung: ein Außengerät versorgt genau ein Innengerät. Für einen einzelnen Raum ist das die günstigste und meist effizienteste Lösung.

Taupunkt

Die Temperatur, bei der Luftfeuchtigkeit als Wasser ausfällt. Beim Kühlen wird die Luft unter den Taupunkt gebracht, deshalb entfeuchtet eine Klimaanlage nebenbei. Wird zu stark gekühlt, wird die Luft unangenehm trocken.

Vakuumieren

Vor dem Befüllen wird die Anlage mit einer Pumpe luftleer gesaugt, um Luft und Feuchtigkeit zu entfernen. Wird dieser Schritt gespart, sinkt die Effizienz und die Lebensdauer des Verdichters. Ein seriöses Angebot nennt diesen Schritt.

Wärmepumpe (Luft-Luft)

Technisch ist eine Splitklimaanlage im Heizbetrieb genau das: eine Luft-Luft-Wärmepumpe. Sie nimmt Wärme aus der Außenluft auf und gibt sie an die Raumluft ab. Anders als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt sie keine Heizkörper und kein Warmwasser. Die Gegenüberstellung steht unter Luft-Luft oder Luft-Wasser.

Klima-Insider Redaktion

Recherchiert und geschrieben von der Klima-Insider-Redaktion. Wir verkaufen keine Geräte und montieren nichts, deshalb können wir auch schreiben, wann sich eine Anlage nicht lohnt. Wie wir arbeiten und wo unsere Grenzen liegen, steht in der Methodik und unter Über uns.

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