
Die kurze Antwort: Entscheidend ist eine Frage: Ist die Reinigung des Verdampfers enthalten? Sie ist der aufwendigste Teil und fehlt in schlanken Verträgen oft. Für eine einzelne Anlage, die nur kühlt, genügt meist ein Einzeltermin alle ein bis zwei Jahre.
Nach der Montage bietet fast jeder Fachbetrieb einen Wartungsvertrag an. Ob sich das lohnt, hängt weniger vom Preis ab als davon, was tatsächlich darin steht. Die Bandbreite zwischen zwei Angeboten mit ähnlichem Jahresbeitrag ist erheblich.
Was eine Wartung leisten sollte
Eine Wartung, die diesen Namen verdient, umfasst mehr als einen Blick auf das Gerät. Dazu gehören die Reinigung von Verdampfer und Verflüssiger, die Prüfung von Kondensatwanne und Ablauf, die Sichtprüfung des Kältekreises auf Undichtigkeiten, Messung von Betriebsdrücken und Temperaturen sowie die Kontrolle der Elektrik und der Sicherheitseinrichtungen.
Der teuerste und wirksamste Teil ist die Reinigung des Verdampfers, weil sie Hand- und Demontagearbeit bedeutet. Genau dieser Punkt fehlt in schlanken Verträgen häufig.
Die Frage, die Sie stellen sollten
Fragen Sie ausdrücklich: Ist die Reinigung des Verdampfers enthalten oder wird sie separat berechnet? Daran entscheidet sich, ob Sie eine Wartung oder eine Sichtprüfung kaufen.
Zweite Frage: Sind Anfahrt und Kleinmaterial enthalten? Dritte: Was passiert bei einer Störung außerhalb des Termins, gibt es bevorzugte Terminvergabe oder rabattierte Stundensätze?
Wann sich ein Vertrag lohnt
- Multisplit-Anlagen mit mehreren Innengeräten, weil der Aufwand pro Termin steigt und ein Termin ohnehin ansteht
- Wenn Sie ganzjährig heizen und kühlen, weil die Anlage dann deutlich mehr Betriebsstunden sammelt
- Bei schwer zugänglichen Geräten, etwa Kanalgeräten in abgehängten Decken
- Wenn Ihnen Terminsicherheit im Sommer wichtig ist, denn dann sind Betriebe ausgebucht
Wann es ohne geht
Bei einer einzelnen Splitanlage im Einfamilienhaus, die nur zum Kühlen läuft, ist ein Vertrag selten nötig. Sie können den Termin auch einzeln beauftragen, alle ein bis zwei Jahre, und dabei den Anbieter wechseln, wenn Sie unzufrieden sind.
Was Sie ohnehin selbst erledigen, nämlich Filter reinigen, Außengerät freihalten und Kondensatablauf prüfen, macht den größten Teil der laufenden Pflege aus, siehe Warten und reinigen.
Was ein Vertrag nicht leistet
Er ist keine Versicherung. Ersatzteile und Reparaturen sind in der Regel nicht enthalten, sondern werden gesondert berechnet. Wer glaubt, mit dem Vertrag alle künftigen Kosten abgedeckt zu haben, wird beim ersten Defekt überrascht.
Und er ersetzt keine Garantie. Was der Hersteller zusagt, steht in dessen Bedingungen. Manche Hersteller verlangen allerdings regelmäßige Wartungsnachweise, damit erweiterte Garantien gelten. Das ist ein Argument, das für einen Vertrag sprechen kann, aber nur, wenn es tatsächlich in Ihren Garantiebedingungen steht.
Worauf Sie im Vertragstext achten
- Konkrete Leistungsliste statt allgemeiner Formulierungen wie Überprüfung der Anlage
- Reinigung des Verdampfers ausdrücklich benannt
- Anfahrt, Kleinmaterial und Protokoll enthalten
- Laufzeit und Kündigungsfrist, keine automatische Verlängerung um mehrere Jahre
- Preisanpassungsklauseln, damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen
- Reaktionszeit im Störungsfall, falls das für Sie wichtig ist
Wie Sie Angebote generell vergleichen, steht unter Angebote richtig vergleichen.
Klima-Insider Redaktion
Recherchiert und geschrieben von der Klima-Insider-Redaktion. Wir verkaufen keine Geräte und montieren nichts, deshalb können wir auch schreiben, wann sich eine Anlage nicht lohnt. Wie wir arbeiten und wo unsere Grenzen liegen, steht in der Methodik und unter Über uns.
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- Betrieb im Überblick: alle Beiträge zu Wartung und Störungen
- Warten und reinigen: was Sie selbst erledigen
- Angebote vergleichen: die gleiche Logik beim Einbau
- Lebensdauer: was die Anlage wirklich am Leben hält
- Kosten: Wartung im Jahresbudget