
Die kurze Antwort: Gluckern, Knacken und ein Zischen beim Start gehören zum normalen Betrieb. Rattern, Schleifen, dauerhaftes Pfeifen und Wasser im Gerät sind dagegen Warnzeichen. Neue Geräusche, die lauter werden, gehören immer geprüft.
Eine Splitanlage ist im Innenraum leise, aber nicht lautlos. Manche Geräusche gehören zum normalen Betrieb, andere sind ein Hinweis auf ein Problem. Die Unterscheidung erspart Ihnen im besten Fall einen Servicetermin.
Geräusche, die normal sind
Gluckern und Blubbern. Kältemittel wechselt im Kreislauf zwischen flüssig und gasförmig, dabei entstehen Strömungsgeräusche. Besonders beim Anlaufen und beim Umschalten der Betriebsart ist das hörbar und unbedenklich.
Knacken und Klicken. Kunststoffteile dehnen sich bei Temperaturwechsel aus und ziehen sich zusammen. Nach dem Einschalten oder Abschalten knackt es deshalb kurz. Das ist Materialverhalten, kein Defekt.
Ein Zischen beim Start, wenn sich der Druck im Kreislauf ausgleicht.
Beim Heizen: ein deutlicheres Geräusch vom Außengerät, wenn die Anlage abtaut, dazu Dampf. Das gehört dazu, siehe Heizen bei Minusgraden.
Geräusche, die auf ein Problem hinweisen
Rattern oder Schleifen deutet auf das Lüfterrad hin, etwa durch Verschmutzung, ein loses Teil oder ein Lager. Das gehört geprüft, weil es sich verschlimmert.
Pfeifen oder Zischen im Dauerbetrieb, also nicht nur beim Start, kann auf ein Ventilproblem oder auf eine Undichtigkeit hindeuten. Dann lohnt der Blick darauf, ob gleichzeitig die Kühlleistung nachgelassen hat, siehe Die Anlage kühlt nicht mehr.
Tropfen oder Plätschern im Gerät weist meist auf einen gestörten Kondensatablauf hin. Steht Wasser in der Wanne, tropft es irgendwann heraus, siehe Kondensat und Leitungen.
Brummen, das sich auf die Wand überträgt, kommt vom Außengerät und ist ein Körperschallproblem. Schwingungsdämpfer und ein entkoppelter Sockel lösen das meistens, siehe Standort des Außengeräts.
Ein hörbares Anspringen einer Kondensatpumpe ist technisch normal, im Schlafzimmer aber oft störend. Manchmal lässt sich die Pumpe durch eine geänderte Führung mit Gefälle ersetzen.
Was Sie selbst prüfen können
- Filter herausnehmen und reinigen, ein zugesetzter Filter erhöht die Lüfterdrehzahl
- Prüfen, ob die Lamellen frei beweglich sind und nichts anstreift
- Schauen, ob das Innengerät fest an der Montageplatte sitzt
- Am Außengerät kontrollieren, ob Laub oder ein Gegenstand im Lüfterbereich liegt
- Testen, ob das Geräusch in allen Lüfterstufen auftritt oder nur in einer
Wenn es nachts stört
Prüfen Sie zuerst, ob ein Nachtmodus verfügbar ist, der die Drehzahl senkt. Danach die Frage, ob das Gerät für den Raum zu groß ist: Ein überdimensioniertes Gerät taktet, und jedes Anspringen ist hörbar. Das lässt sich nicht wegkonfigurieren, siehe Inverter-Technik.
Wann Sie den Fachbetrieb rufen sollten
Bei Rattern, Schleifen, dauerhaftem Pfeifen, Wasser im oder unter dem Gerät und bei jedem Geräusch, das plötzlich neu auftritt und lauter wird. Neue Geräusche sind fast immer ein Frühzeichen, und früh reagieren ist billiger als spät.
Klima-Insider Redaktion
Recherchiert und geschrieben von der Klima-Insider-Redaktion. Wir verkaufen keine Geräte und montieren nichts, deshalb können wir auch schreiben, wann sich eine Anlage nicht lohnt. Wie wir arbeiten und wo unsere Grenzen liegen, steht in der Methodik und unter Über uns.
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- Betrieb im Überblick: alle Beiträge zu Wartung und Störungen
- Kühlt nicht mehr: wenn zusätzlich die Leistung nachlässt
- Kondensat und Leitungen: bei Tropfgeräuschen
- Standort des Außengeräts: gegen Körperschall
- Schlafzimmer: Lautstärke in der Nacht