
Die kurze Antwort: Zwanzig Minuten bei der Übergabe zahlen sich Jahre später aus. Lassen Sie beide Betriebsarten vorführen, verlangen Sie das Inbetriebnahmeprotokoll, lassen Sie sich Filter, Trocknungslauf und Nachtmodus zeigen und gehen Sie die Sichtprüfung mit sechs Punkten durch.
Am Ende der Montage steht ein Moment, den viele Bauherren verschenken: die Übergabe. Der Monteur will zum nächsten Termin, man selbst ist froh, dass es vorbei ist, und nickt alles ab. Genau hier lassen sich zwanzig Minuten investieren, die im Zweifel Jahre später zählen.
Der Funktionstest, den Sie sehen sollten
Lassen Sie sich die Anlage in beiden Betriebsarten vorführen, also Kühlen und, falls vorhanden, Heizen. Achten Sie darauf, dass beide Modi tatsächlich anlaufen und Luft in der erwarteten Temperatur kommt.
Prüfen Sie außerdem, ob am Kondensatablauf draußen tatsächlich Wasser austritt, während gekühlt wird. Kommt nichts, obwohl das Gerät läuft, stimmt etwas nicht, siehe Kondensat und Leitungen.
Die Unterlagen
- Inbetriebnahmeprotokoll mit Vakuumzeit, Dichtheitsprüfung, Kältemittelmenge und den gemessenen Werten
- Rechnung mit Aufschlüsselung von Gerät und Montageleistungen
- Gerätedokumentation und Bedienungsanleitung, auch für die Fernbedienung
- Angaben zum Kältemittel, also Typ und Füllmenge, inklusive eventueller Nachfüllmenge wegen der Leitungslänge
- Hinweis zur Registrierung, falls der Hersteller eine Frist für erweiterte Garantien setzt, siehe Garantie und Gewährleistung
Die Einweisung
Lassen Sie sich zeigen, wie Sie die Filter entnehmen und reinigen, wo der Trocknungslauf sitzt und wie der Nachtmodus aktiviert wird. Das sind die drei Funktionen, die im Alltag den Unterschied machen und die in Anleitungen oft schlecht erklärt sind.
Fragen Sie außerdem nach den empfohlenen Wartungsintervallen und danach, was Sie selbst erledigen dürfen, siehe Warten und reinigen.
Die Sichtprüfung
Gehen Sie einmal um die Anlage herum und schauen Sie auf sechs Dinge:
- Innengerät sitzt waagerecht an der Wand
- Wanddurchführung außen sauber abgedichtet, innen ordentlich verkleidet
- Leitungsisolierung lückenlos, auch im Wanddurchgang
- Außengerät steht fest, mit Schwingungsdämpfern und freier Luftführung
- Kondensatschlauch mit durchgehendem Gefälle, ohne Durchhang
- Arbeitsbereich sauber, Bohrschlamm und Verschnitt entfernt
Die Hintergründe dazu stehen unter So läuft die Installation ab und Die Kernbohrung.
Wenn etwas nicht stimmt
Halten Sie Auffälligkeiten schriftlich fest, am besten direkt bei der Übergabe und mit Foto. Ein Punkt, der im Übergabeprotokoll steht, lässt sich später einfacher klären als einer, den Sie zwei Wochen danach melden.
Das ist keine Misstrauensgeste. Seriöse Betriebe schätzen eine klare Abnahme, weil sie auch für sie Klarheit schafft.
Und danach
Legen Sie Protokoll, Rechnung und Dokumentation gemeinsam ab und notieren Sie sich den Termin für die erste Wartung. Wenn eine Registrierung nötig ist, erledigen Sie sie am selben Tag. Fristen lassen sich später nicht nachholen.
Klima-Insider Redaktion
Recherchiert und geschrieben von der Klima-Insider-Redaktion. Wir verkaufen keine Geräte und montieren nichts, deshalb können wir auch schreiben, wann sich eine Anlage nicht lohnt. Wie wir arbeiten und wo unsere Grenzen liegen, steht in der Methodik und unter Über uns.
Weiterlesen
- Betrieb im Überblick: alle Beiträge zu Wartung und Störungen
- Installation: was am Montagetag passiert
- Garantie und Gewährleistung: warum die Unterlagen zählen
- Warten und reinigen: was danach ansteht
- Die Kernbohrung: woran Sie saubere Arbeit erkennen