
Die kurze Antwort: Es kommt auf die Zahl der Tage an, an denen Sie tatsächlich leiden. Bei rund 3.000 Euro und fünfzehn Jahren Lebensdauer kostet jeder gekühlte Tag bei zehn Nutzungstagen 25 bis 30 Euro, bei dreißig Tagen unter 10 Euro. Verschattung und Nachtlüften sollten Sie vorher ausgereizt haben.
Diese Seite finanziert sich über Partner-Links. Trotzdem ist das hier der Artikel, in dem wir sagen, wann Sie besser kein Geld ausgeben. Das ist kein Widerspruch, sondern der Grund, warum wir überhaupt Vertrauen verdienen wollen.
Wie viele Tage geht es wirklich um?
Der ehrlichste Einstieg ist eine Zahl, die jeder selbst kennt: An wie vielen Tagen im Jahr war es in Ihrer Wohnung tatsächlich unerträglich? Nicht warm, sondern so, dass Sie schlecht geschlafen oder nicht arbeiten konnten.
Bei den meisten liegt die Antwort zwischen fünf und zwanzig Tagen. Und genau hier trennt sich die Entscheidung. Fünf Tage rechtfertigen selten eine feste Anlage für mehrere Tausend Euro. Zwanzig Tage, verteilt auf Schlafzimmer und Arbeitszimmer, sehen anders aus.
Rechnen Sie es einmal durch
Nehmen wir eine Anlage für einen Raum, einbaufertig in der Mitte der üblichen Spanne, also rund 3.000 Euro. Bei einer Lebensdauer von fünfzehn Jahren sind das 200 Euro im Jahr, bevor die erste Kilowattstunde Strom geflossen ist. Dazu kommen Strom und gelegentliche Wartung.
Wenn Sie das auf zehn heiße Tage im Jahr verteilen, kostet Sie jeder gekühlte Tag rund 25 bis 30 Euro. Bei dreißig Nutzungstagen sind es unter 10 Euro. Diese Rechnung ersetzt keine Kaufberatung, aber sie ordnet die Sache besser ein als jedes Gefühl. Die Grundlagen dazu stehen unter Kosten mit Montage.
Wann sich eine Anlage klar lohnt
- Sie schlafen im Sommer regelmäßig schlecht, weil der Raum nicht abkühlt
- Sie arbeiten ganzjährig zu Hause und verlieren im Sommer Nachmittage
- Die Wohnung liegt unter dem Dach oder hat große Süd- und Westfenster
- Im Haushalt lebt jemand, dem Hitze gesundheitlich zusetzt
- Sie wollen das Gerät in der Übergangszeit auch zum Heizen nutzen, dann verlängert sich die Nutzungszeit erheblich
- Sie wohnen im Eigentum und bleiben absehbar
Wann eher nicht
- Sie ziehen in den nächsten zwei bis drei Jahren um, und eine Ablöse ist unwahrscheinlich
- Es geht um wenige Tage im Jahr in einem einzelnen Raum
- Sie bekommen keine Zustimmung, und ein mobiles Gerät wäre die einzige Alternative
- Der Raum ist unverschattet nach Süden, und Sie haben noch nichts an der Verschattung gemacht
- Das Budget ist so knapp, dass nur eine Billiglösung ohne Fachmontage bliebe
Der Punkt, an dem die meisten zu früh Geld ausgeben
Außenliegender Sonnenschutz kostet einen Bruchteil einer Klimaanlage und wirkt an der Stelle, wo die Wärme entsteht. Rollläden, Markisen oder Raffstores an Süd- und Westfenstern nehmen einen erheblichen Teil der Last weg, bevor sie im Raum ist.
Wer zuerst verschattet und danach immer noch kühlen will, braucht meist eine kleinere Anlage und zahlt im Betrieb weniger. Wer die Reihenfolge umdreht, kauft eine größere Anlage, die gegen ein Problem arbeitet, das man hätte vermeiden können.
Dasselbe gilt für konsequentes Nachtlüften. Das klingt nach Küchenweisheit, ist aber in vielen Wohnungen der Unterschied zwischen 24 und 27 Grad am Morgen.
Was eine Klimaanlage nicht leistet
Sie ersetzt keine Dämmung und keine Verschattung, sie kompensiert sie nur unter Stromeinsatz. Sie kühlt außerdem nur die Räume, in denen ein Innengerät hängt. Und sie macht Ihre Wohnung nicht automatisch wertvoller, das hängt sehr von Region und Objekt ab.
Der Zwischenweg
Wenn Sie unsicher sind, gibt es einen vernünftigen Mittelweg: ein mobiles Gerät für einen Sommer. Es ist lauter und ineffizienter, aber es kostet einen Bruchteil und beantwortet Ihnen die eigentliche Frage, nämlich wie oft Sie es überhaupt einschalten. Wer im ersten Sommer feststellt, dass er es dreißigmal genutzt hat, weiß genug. Wer es fünfmal angeschaltet hat, hat viel Geld gespart. Die Unterschiede stehen unter Split oder mobiles Klimagerät.
Ein zweiter Zwischenweg wird derzeit häufiger angeboten: die Anlage mieten statt kaufen. Warum das über die Laufzeit meist teurer wird und welche Vertragspunkte vorher geklärt sein müssen, steht unter Mieten statt kaufen.
Klima-Insider Redaktion
Recherchiert und geschrieben von der Klima-Insider-Redaktion. Wir verkaufen keine Geräte und montieren nichts, deshalb können wir auch schreiben, wann sich eine Anlage nicht lohnt. Wie wir arbeiten und wo unsere Grenzen liegen, steht in der Methodik und unter Über uns.
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